Familienchronik

Familienchronik

Ich möchte über meine Ahnen sprechen, denn die Ahnen segnen und helfen uns, wenn wir sie ehren. Ahnen sind die Menschen, die vor uns gelebt haben, mit denen wir auf jedenfall durch unsere DNA verbunden sind.

Mütterlicherseits fängt der Stammbaum in Uedesheim an.

  1. Wilhelm von der Helm (1753-01.07.1819) und seiner Ehefrau Anna Maria Pröppers (1758- 24.01.1820)
  2. Sie hatten einen Sohn Johann Adam (02.12.1797- 09.11.1873 ) der heirate Anna Josepha Lüttecken (25.12.1799- 11.02.1834). Beide lebten im Geburtsort seiner Frau , in Winterberg.
  3. Sie starb schon 2 1/2 Jahre nach der Geburt ihres Sohnes Georg (19.09.1831- 28.11.1906) . Wo Georg aufgewachsen ist, ist nicht berichtet. Er hat am 12.01.1858 Maria Elisabeth Wahle (28.04.1836 -gestorben am 11.12.1906 in Kiel ) geheiratet.
  4. Sie hatten 8 Kinder (4 Mädchen und 4 Söhne)
  5. Katharina meine Urgroßmutter (11.05.1859 -15.11.1903) war die Erstgeborene und heiratete Johann Friedrich Heinrichs (08.03.1857 – in Amerika verschollen)

zum besseren Verständnis der Leser die weibliche Ahnengalerie bis zu mir in Bildern

Maria Elisabeth ,genannt Lizette von der Helm, Katharina Heinrichs, meine Großmutter Ella Leisse meine Mutter Maria Leisse und ich alle ca 20 Jahre alt

Katharina und  Friedrich Heinrichs waren ein Pärchen. Ihr Vater Georg hielt nicht viel von ihm,  in meiner Familie wurde dieser Spruch von ihm überliefert: „so einen scheißt dir die Ente noch jede Nacht auf den Teich“. Ich vermute, daß sie schwanger war und daß die Eltern deshalb eine Blitzhochszeit arrangierten. Am 24.10.1878 fand die Hochszeit zwischen den Beiden statt.

Siehe Brief an seinen Vetter :

 

hier die Übersetzung:

Lieber Vetter, befinden uns alle wohl, erwarte gleiches von Dir.   Hier ist man noch ziemlich mit der Ernte zurück, kürzlich schlechtes Wetter, heute gut. Kartoffeln gibt es nicht sehr viel.  Auch Dir mitzuteilen , das meine Tochter am 24.10. Hochszeit hält mit Friedrich Heinrichs. Du bist so freundlich und sendest mir ein Fässchen guten weissen Wein. Desgleichen lasse mir zu senden Korb mit 40 Trauben, müssen aber bis zum 24.Oktober hier sein , also nicht später. Dann will ich Dich hiermit einladen und auch Deinen Bruder Johann. Karten sind noch nicht da werden noch folgen. Meine Wünsche wirst Du genehmigen ? Verbleibe unter Grüßen Dein Georg von der Helm

Friedrich Heinrichs

Friedrichs Familie

Friedrichs Mutter Elisabeth Heinrichs geb. Gerlach starb schon sehr früh. Da war er erst 3 1/2 Jahre alt.
dieses Foto wurde 1871 aufgenommen. Ganz rechts Friedrich Heinrichs Senior (14.02.1814- 20.12.1878) mit 3 Töchtern. Maria mit Baby Olga und Ehemann Dransfeld (Bruder von Hedwig Dransfeld, der deutschen Frauenrechtlerin, Polikerin und Autorin ) rechts und links von Maria stehen Cathinka und Liesetchen. Mein Urgroßvater Friedrich Heinrich Jr ist nicht auf dem Foto.

Friedrichs Schwestern

Katharina Heinrichs * 1848 + 01.12.1925

Katharina genannt Cathinka

Elisabeth Heinrichs *1854 + 20.05.1913

Elisabeth genannt Liesetchen

Maria Dransfeld

Sie hatte 12 Kinder

Geburtsurkunde von Friedrich Wilhelm 11.04.1879

genannt Fritzchen

29.04.1881 wurde Maria geboren
Maria Busch geb. Heinrichs
Maria mit ihrem Ehemann Peter Busch
meine Tochter Katharina, Peter Busch und meine Mutter
  • 29.04.1883 wurde Ella geboren
  • 25.04.1885  wurde Lonie geboren
  • Kurz bevor er selber zum 5 mal Vater wurde ging er nach Amerika, praktisch als Gastarbeiter, um dort für Katharina und die Kinder Geld zu verdienen.
  • 11.10.1887  wurde Karl geboren.

Am 04.01.1892 hat Fabrikant Georg von der Helm ,seinen Enkel 12 Jahre und 9 Monate alt, für tot erklären lassen .Er ist in der Wohnung seinerMutter gestorben

Sterbeurkunde von Fritzchen

der jüngste Sohn von Friedrich,Vater und Sohn haben sich nie gesehen

Karl der Bruder meiner Oma

1887 mein Urgroßvater Friedrich Heinrichs wandert nach Amerika aus

Am 11.Mai 1887 ist er in New York angekommen. Von dort schrieb er Briefe an seine Frau und seine Schwestern. Der letzte Brief der mir vorliegt ist vom 16.Oktober 1887. Danach gab es kein Lebenszeichen mehr von meinem Urgroßvater.

erster Brief nach Ankunft in NY.
Übersetzung Brief 04.07.1887
Übersetzung Seite2 04.07.1887
17.07.1887
17.07.1887 Seite 2
17.07.1887 Seite 3
24.07.1887 Brief an seine Geschwister
24.07.1887 Seite 2
24.07.1887 Seite 3
04.08.1887 Orginal Brief
04.08.1887 Brief an Katharina, seine Frau
04.08.1887 Brief Seite 2
14.08. Brief an die Schwesten
14.08.1887 Brief an Cathinka
14.08.1887 Brief an seine Frau
14.08.1887 Brief an seine Frau Seite 2
16.10.1887 der letzte Brief
Georg von der Helm (11.10.1865 -04.02.1913),

Georg, der Patenonkel meiner Oma und der Bruder meiner Urgroßmutter Katharina, machte sich auf den Weg nach Amerika, um nach seinem verschollenen Schwager Friedrich zu suchen. Vergeblich. Auch er kam nie wieder nach Winterberg zurück. Er schaffte nur zurück bis nach Kiel. Dort war ihm das Geld für den Rest der Reise ausgegangen. Er bat seine Eltern um Hilfe, die antworteten ihrem verzweifelten Sohn: „wenn du es alleine dorthin geschafft hast wirst du es auch alleine nach Hause schaffen.“ Offensichtlich erlitt er danach einen Nervenzusammenbruch, denn den Rest seines Lebens verbrachte er in einer Nervenheilanstalt. Davon erfuhr die Familie erst nach seinem Tod, als sein behandelnder Arzt zufällig im Hotel Leisse als Gast abstieg .

die Vorfahren meines Opas Edmund Leisse


  • Johann Leisse Landwirt (27.02.1799-07.02.1865) geheiratet am 08.06.1835 Maria Elisabeth Pietz (13.02.1805-06.02.1867) Siedlinghausen
der Vater meines Opas Edmund
mein Opa Edmund

Mein Opa hatte 1904 in Winterberg das Hotel gekauf

Hotel Leisse
Hotel Leisse
Feuerwehrübung vorm Hotel
Hotel Leisse

mein Opa Edmund hat sich 1907 mit Elise Adolfine , genannt Ella verlobt. Ein Jahr später haben sie geheiratet.

Sie hatten 5 Kinder. Meine Mutter war das dritte Kind und die erste Tochter

Ella mit ihren Kindern Edmund, Maria, Walter und Eugen ,Anneliese ist noch nicht geboren und links
Walter und Eugen in Matrosenhemden,vorne Mia ,hinten Edmund
Mia Leisse
Aug 1947 meine Oma mit meiner Mutter
1959 Ella und Maria
Meine Großeltern haben durch ihren Fleiß und ihren Zusammenhalt das Hotel zu einem der Besten des Hochsauerlandkreises gemacht. Hotel Leisse war ein Begriff. Ganz besonders die gute Küche meiner Großmutter. Die zwei älteren Söhne gingen ins Internat, der jüngere Bruder war sehr viel krank und die Schwester einfach zu klein, um zu helfen. Dagegen wurde meine Mutter voll in den Familienbetrieb einbezogen
Ella Leisse in Salzuflen 1921 nach der Typhuskrankheit ihres Sohnes Edi zur Erholung
Ella Leisse
Mia musste in der Gastwirtschaft bedienen. Dort lernte sie 1935 meinen Vater, der auf ein Bier ins Lokal gekommen war, kennen. Es war Liebe auf den ersten Blick. Meine Mutter hat mir viel später einmal verraten , daß er der einzige Mann in ihrem Leben war.
meine Eltern (siehe Pfeil) versuchten sich auch auf Schlittschuhen das war im Winter 35 ,und ich war auch schon dabei !